Bald geht es los

Sonntag, 01.12.2013

Arbeit erledigt, Visas besorgt, Koffer gepackt usw.... Am 5.12. hat der König in Thailand Geburtstag. Wir fliegen dann mal nach Bangkok und hoffen auf entspannte Atmosphäre. 2 Übernachtungen sind eingeplant - zur Akklimatisierung. Dann geht es weiter für 2 Tage nach Kambodscha zum Ankor Wat, und dann nach Hanoi in Nordvietnam. Da schauen wir uns um und arbeiten uns langsam nach Süden vor. Von Ho Chi Minh Stadt aus geht`s dann wieder nach Bangkok - und Silvester zurück nach Hause.

8.12. Bangkok

Sonntag, 08.12.2013

Nach 2 Tagen Bangkok ist der Reisestress fast vergessen, wäre da nicht dieses Reisetagebuch! Da ist doch tatsächlich mein ICE zum Flughafen wegen des Sturms ausgefallen. Habe ich erst 1 Stunde vor Abfahrt erfahren, weil ich vorsichtshalber noch mal ins Internet geschaut habe. Und der Rucksack War erst halb gepackt! Also in wenigen Minuten alles schnell verstaut, was mir in der Schnelle noch einfiel, ab zum Bus und die Hoffnung, keine wichtigen Dinge in der Hektik vergessen zu haben. Den nächst besten Zug in Richtung Frankfurt genommen - und kam dann doch noch rechtzeitig an.Nettes Erlebnis am Flughafen: Die Dame in der Wechselstube, bei der ich US-DOLLAR tauschen wollte, War sehr nett. Nachdem die Scheine schon gewechselt waren, fragte sie mich, wo ich denn hinlegen wollte. Oh, nach Vietnam, da komme sie her, aus der Mitte dort, aus Hue. Und ich sollte ihr doch die Dollar wieder zurück geben. Es sei sehr unvorteilhaft, hier bei ihr zu tauschen. In Vietnam solle ich in einem Juweliergeschäft tauschen. Dann werde ich 2 mal die Gebühren sparen und einen besseren Kurs erhalten. Den Tipp habe ich gerne angenommen. Ich sehe das als positives Omen für den Urlaub! Werde ihr beim der Rückfahrt ein schönes Foto von ihrer Heimat mitbringen.

Bangkok - Endlich wieder Waerme! Bei ca. 30 Grad ein wenig die Umgebung erkundet und den liegenden grossen Buddha besucht. Ansonsten viel Lärm und diese schrecklich vielen Touristen! Sehr schön aber unsere Fahrten mit den Wassertaxis. Heute abend geht es schon weiter nach Kambodscha.

 

 

 

 

Und hier ein paar Bilder aus Bangkok

Montag, 09.12.2013

9.12. Kambodscha - Siem Reap \ Angkor Wat

Montag, 09.12.2013

Freundlicher Empfang in Siem Reap. Saray holte uns mit dem Mopedtaxi ab. Unterwegs ins Hotel ging ihm das Benzin aus, und da standen wir nun an der dunklen Straße voller Hoffnung, dass er mit neuem Sprit zurück kommen würde.Und so war es auch.

 

 

Unser Hotel trägt den Namen "Khmer Cuisine", und das haben wir auch ausprobiert. Gibt es leider heute keine Fotos von - Thomas hat im verzweifelten Kampf mit dem Blog das Fotografieren vergessen. War aber wirklich lecker! Der Kampf mit der neuen Technik dauerte länger als die Arbeitszeit des Personals, und mit den zunehmenden Mueckenstichen an den Füßen und der Auskunft eines doch noch vorbeikommen Khmers, dass es mit Malaria ein grosses Problem gebe, gab ich schließlich auf. Die Lösung kam dann über Nacht. Zwischen schlimmen Träumen über Millionen toter Khmer und Malaria - muss da wohl was durcheinander gebracht haben - kam dann beim Arbeitsfruehstueck die Erleuchtung. Wie mann sehen kann.Und dann haben wir gesehen, was man lt. Reiseführer gesehen haben muss:

10.12. Siem Reap

Mittwoch, 11.12.2013

Nach der Hektik von Bangkok sind wir hier in der Provinz etwas zur Ruhe gekommen. Auffallend hilfsbereit und zuvorkommend sind die Menschen, die und begegneten. Das unbedingte "muss" - diverse Tempelanlagen - liegen hinter uns. War ganz nett, mit Saray und seinem Mopedtaxi eine Tagestief zu machen, aber die Empfehlung aus dem Reisefuehrer, man sollte sich einige Tage Zeit nehmen, trifft nicht wirklich meine Interessen. Habe schon Tikal besucht und bin inmitten lauter Roemerueberbleibsel gross geworden. Die Begeisterung über die unterschiedlichen Steinhaufen werde ich im Nachgang über Wikipedia untermauern. Ist aber immer wieder gut, darueber nachzudenken, wie Kulturen entstehen, warum sie endlich im engen Sinne sind und wie sich unser heutiges Leben entwickeln wird.Anstatt noch einmal von Stein zu Stein zu hüpfen sind wir durch die Straßen im Zentrum flaniert, haben bei Kaffee und Bier das Treiben rundherum beobachtet und die Planungen für Vietnam voran getrieben. Unser Hotel ist zu empfehlen: Khmer Cuisine - preiswert, sehr nette Leute, sauber, lecker Essen. Nur beim Kaffee müssen sie noch ueben.

11.12. Hanoi

Donnerstag, 12.12.2013

 

 

Wenn es 6 Million Bicycles in Beijing gibt, dann sind es hier in Hanoi gefühlte 10 Million Mopeds! Der Reisefuehrer hat wirklich nicht übertrieben - hier die Straßen zu ueberqueren scheint zunächst nahe am Selbstmord zu liegen, aber es ist moeglich. Eigentlich gibt es keine Lücken im Verkehr, du gehst trotzdem los und steuerst zielstrebig die andere Straßenseite an, und die hupenden Fahrzeuge schieben sich an dir vorbei. Bloss nicht stehen bleiben und die Nerven verlieren! Ich erkläre mir das mit der Schwarmintelligenz - nach Regeln wird nicht gefahren, sondern nach Intuition mit viel Gefuehl. Bis jetzt sind wir heile geblieben. Ist aber jedesmal wieder eine Herausforderung.

 

Wir sind in der Altstadt untergekommen. Kleines Hotel, besser gesagt Mini- Hotel, etwas breiter als das Doppelbett. Aber nette Leute, sauber und preiswert. Und mittendrin im Wahnsinn. Aber sie hatten eine Ueberraschung fuer uns: auf Rosen wollten sie uns betten! So moegen wir das. Leider ist das Wetter nicht so toll, etwas zu kalt, so dass auch unsere angedachten Ausflüge in die Berge nach Norden und auch in die Halong-Bucht gecancelt werden mussten. Manchmal regnet es, und den ganzen Tag hängt eine Nebeldunstundsoweiterglocke über uns. Wir haetten doch eher im Oktober oder September fahren sollen.

Das Fruehstueck nehmen wir doch eher in den fuer uns Touristen vorgesehenen Einrichtungen ein, etwas abseits der Hoelle an einem kleinen Stadtsee gelegen. Lt. Reisefuehrer ist auch das Essen in den an jeder Ecke befindlichen Strassenrestaurants ein MUSS. Möchten wir bisher aber nicht. So konnte ich entdecken,dass der Kolonialismus auch positive Ueberbleibsel hinterlassen hat: richtige Croissants! Weitere Stationen des Tages: Pagoden, Literaturtempel, Friseur.

 

Bevor wir schlechte Laune bekommen, buchten wir lieber eine Tagestour mit Seidenspinnerei, Pagodenbesuchen, Dorfrundfahrten mit dem Fahrrad usw. War gut. Unser Guide Duc hat eine Mutter, die mehrere Jahre in Deutschland gelebt hat. Und danach hat sie ihren Sohn benannt. So schlecht wird es ihr also nicht gegangen sein, wenn der Sohn den Namen dieses Landes traegt. War wohl der Ostteil der Republik.

hier spinnen sich die Raupen ein und die Zigarette danach, im Bambusrohr eine der ältesten Pagogen im alten Vorzeigebauernhof natürlich auch ein typisches Essen mit Reisschnaps

14. 12. Hoi an

Samstag, 14.12.2013

 

 

 

Bei starkem Regen am Flughafen haben wir das etwas kalte und stressige Hanoi verlassen. Wir wollen ins Warme, und da scheint Hoi an in der Mitte Vietnams bestens geeignet zu sein. Nach 1,5 Std. Flug mit dem Billigflieger Jetstar sind wir in Da nang gelandet, von dort mit dem Taxi noch einmal eine knappe Stunde nach Hoi an, und - dann hat der Fahrer erst mal leider nicht unsere Homeland River Homestay gefunden. Hat er mal hier gefragt, hat er mal dort gefragt, hat uns wieder gefragt, hat sich den Namen aufschreiben lassen, hat wieder gefragt, ist weiter gefahren, und bei jedem Schild mit Homestay zeigte er drauf und meinte homestay, homestay. Und wir immer "no, Homeland River homestay. Homestay traegt hier fast jede Unterkunft im Namen. Und dann hat es natürlich geklappt. Ein wenig nervös wurden wir schon....Heute haben wir mit dem Fahrrad erst einmal den Weg zum Strand gefunden, und dort ein nettes kleines Strandrestaurant zum Relaxen und Traumgespraechen. Unsere Reiseeindrücke scheinen intensivst verarbeitet zu werden.

Noch etwas zu Hoi An

Samstag, 14.12.2013

Es ist schon ein hübsches kleines Staedchen. Altes Zentrum mit meist zweistoeckigen Haeusern, alt und gut erhalten, viel Holz und Schöne Farben. Sogar Mopedfreie Zonen, weil die stören ja auch beim Schoppen. Und so reiht sich die Damenmode an Glitzerkram, Lederartikel an T-Shirt-Laden, viele Kuenstlergalerien gibt es und diverse nette Restaurants. Hoi An war schon immer eine Handelsstadt. Leider werden abends bereits ab 10.00 Uhr die Buergersteige hochgeklappt. Aber guckt selbst:

15.12. Hoi An

Sonntag, 15.12.2013

Heute Morgen versprach die Sonne einen Strandtag am kleinen Restaurant abseits der Ressorts. Mal richtig schön faul am Strand liegen und nichts tun. In den Himmel schauen, die Augen schliessen, rot und orange, kleine Strukturen. Der Wind streift angenehm ueber die Haut. Zum ersten Mal im Urlaub Musik aus dem Kopfhoerer, sanft dahinfliessen bei schöner Geigenmusik von D. Garret. Träumen von 4 Jahreszeiten bis zu Karibikpiraten, vom Leben und der Liebe. Aber heute werden wir nicht zum Brathaehnchen gegrillt. Die Wolken ziehen sich zusammen und der Wind wird staerker. Aus der Traum, gegrillt wird nur der Fisch und dann verspeist bei immer leckerem Saigon-Bier. Und immer wieder neue Eindruecke:

16.12. Hoi An - Mit dem Fahrrad zu den Marmorbergen bei Da Nang

Montag, 16.12.2013

Gestern am Strand knapp dem Sonnenbrand entkommen und wie meist zu viel gegessen - heute gab's die Abspecktour, mit dem Fahrrad ca. 25 Km zu den Marmorbergen. Leider ließen sich die Fahrräder ohne Schaltung nicht wirklich auf unsere Groesse einstellen, und so war die Strampelei ziemlich anstrengend. Als ungeübte Radfahrer gab uns der Po deutliche Zeichen, die nächsten Tage anders zu gestalten. Mit mehreren Pausen haben wir es aber geschafft und sind 2 Stunden lang viele Stufen gestiegen und haben wie meist diverse Pagoden, Statuen usw. fotografiert. Das wird langsam langweilig.Am Füße der Felsen fuhr dann schon eine Aquisiteurin auf dem Moped neben uns her und löste uns in die richtige Strasse. Nein, da sollten wir die Fahrräder nicht abstellen, ist nur fuer Mopeds. Bitte hier direkt vor dem Geschäft parken, nein, wir müssen auch nichts kaufen! Und wie das Leben so spielt, hatten wir auf dem Rueckweg eine kleine marmorne Schildkröte im Gepaeck.

Von unterwegs gibt es jetzt mal ein paar andere Bilder als die Touribilder aus dem schönen Hoi An-Center. Diese wirklich sehr schoenen Bilder sind ja nur ein klitzkleiner Teil von dem, was wir insgesamt zu sehen bekommen. Ich möchte gerne etwas mehr vom Leben hinter den Kulissen einfangen. Mal sehen, ob das in der nächsten Zeit gelingt.

17.12. immer noch Hoi An

Dienstag, 17.12.2013

Jetzt haben wir das gleiche Scheisswetter, das wir in Hanoi zurück gelassen glaubten: 18° und Regen. Bin angezogen wie Zuhause im Winter. Ist es ja auch, aber irgendwie hatte ich mir das mit dem Wetter anders vorgestellt. Und dazu kommt noch, dass ich in den letzten Tagen ständig Essensmaessig enttäuscht wurde: eine touristenteure Nudelsuppe mit Huhn, die nach nichts schmeckte, und erst nach kräftigen Spritzern aus der vietnamsischen Maggiflasche essbar wurde, eine Art Ente mit Reis, ebenfalls eher geschmacklos, und heute die Tigerprawns, die ich gerne an Kokoscreame verspeist haette, die aber auch eher nach Nichts geschmeckt haben. Ich tippe mal, dass der Koch die Tiere ein wenig im Kokossaft gegart hat, ohne irgendein Gewürz hinein zu tun. War auch ein fuer hiesige Verhältnisse eher teures Restaurant. Und jetzt weiss ich auch den tieferen Sinn von Feinschmecker: das sind die, denen auch bei minimaler Dosierung von Gewuerzen ein wohliger Schauer ueber den Gaumen abgeht. Ich gebe zu, dass ich dazu nicht gehoere. O.K. um das jetzt richtig einzuordnen, möchte ich festhalten, dass ich die Tage zuvor nicht enttäuscht wurde. Zumal unser kulinarisches Programm auch immer wieder mal kulturell untermalt wird. Da hatte ich doch gestern zum ersten Mal kein einheimisches Essen, sondern Pizza bestellt. Und wie wir so erwartungsvoll vor und hin plauderten, kam doch so ein flinker Bote reingewuselt mit eine Plastiktüte in der Hand, die nur unschwer die quadratische Form eines flachen Kartons verbergen konnte. So kam ich zu meiner Pizza vom Pizzaservice nebenan, leider auch nur noch lauwarm, aber höllisch scharf. So ist das hier eben! Also werden wir jetzt selbst Hand anlegen: der Kochkurs fuer morgen ist gebucht.

Heute morgen haben wir an einer Halbtagestour zu Ueberbleibseln der Cham-Kultur in My Son teilgenommen und waren der Meinung, intuitiv richtig entschieden zu haben. Das schlechtere Wetter deutete sich bereits gestern abend an, also zogen wir die kulturelle Karte. Als wir morgens aus den Betten krochen, weil der Wecker gar nicht klingeln wollte, war der Grund schnell festzustellen. Er war gar nicht richtig eingestellt, und wir also im Schweinsgalopp in die Hosen und runter zum Fruehstueck. Bald klingelte auch das Handy unserer Pensionsmutter, ob wir denn nun abgeholt werden sollten. Ein Mopedfahrer erschien, der mit Andreas hinten drauf zum Bus fuhr, und mich dann ebenfalls abholen wollte. Gerade waren sie vom Hof, da kam der Herr des Hauses auf seinem Moped angefahren, und seine Frau bat ihn, mich schnell hinter dem anderen Moped hinterher zu fahren. Soweit so gut. Leider hatte der Gute aber nach 2 Km das erste Moped aus den Augen verloren, und so standen wir irgendwo rum, guckten nach einem Bus und... der gute Mann hatte keine Ahnung, wo er mich abliefern sollte. Ein Handy hatte er nicht dabei, also lieh er sich das eines gerade vorbei kommenden Passanten, rief bei seiner Frau an, die ihm mitteilte, dass der erste Mopedfahrer schon wieder unterwegs sei. Und da kam er auch schon, nochmal Glück gehabt. So wurde ich um die Ecke zu einem 50 Meter entfernten Laden gebracht, wo schon mehrere Personen geparkt waren. Mit denen ging es dann nach kurzer Zeit im Taxi wieder um ein paar Ecken weiter zur eigentlichen Agentur, nach weiterem Warten kam dann unser Bus, der wiederum noch bei einer weiteren Station Leute aufnahm. Und so trafen wir Andrea wieder, einen Italiener, mit dem wir bereits in Hanoi unsere Tagestour unternommen hatten. So verlief die 1 - stuendige Fahrt plaudernd fast wie im Fluge, man dürfte nur nicht nach vorne auf die Strasse gucken, was der Fahrer so machte. Nichts fuer schwache Nerven!

In My Son, beim Rundgang durch die fast völlig zerstörten Hinterlassenschaften der Cham-Kultur, die vor einigen Jahrhunderten in Zentralvietnam dem Hinduismus froenten, fing es so richtig an zu regnen. Macht nicht wirklich Spass, langsam immer mehr durchnaesst zu werden mit der Aussicht, erst Nachmittags wieder ins Trockene zu kommen. Neben diversen Ausgrabungsobjekten standen in einem Raum auch 2 verrostete Blindgänger des amerikanischen Krieges, bei uns unter Vietnamkrieg bekannt, herum. Bei dem unfreundlichen Versuch der USA im letzten Jahrhundert, den Vietnamesen vorzugeben, wie sie zu leben haetten, bombardierten sie alles, was von oben aus dem Wald ragte, und zerstörten so auch einen grossen Teil des kulturellen Erbes. Kaum zu verstehen, wie vorsichtig und fast nebenbei diese Erinnerung in solch eine Führung eingebaut ist. Dabei haetten die Vietnamesen doch guten Grund, diese schrecklichen Dinge, die ihnen angetan wurden, noch heute anzuklagen, wenn ich es damit vergleiche, wie bei uns Zuhause an den letzten grossen Krieg erinnert wird.

19.12. by by Hoi An

Donnerstag, 19.12.2013

 

Gestern war unser letzter Tag in Hoi An, und den machten wir zu einem der vielen Highlights. Am Vorabend konnten wir noch in einer der vielen Kochschulen einen Kurs buchen, zu dem sich schon 4 Niederländer angemeldet hatten. Das Menü war schon vorbestimmt, aber es passte zu unseren hohen Anspruechen. Nun hieß es den Tag bis abends zu gestalten, noch einmal diverse Straßen abzulaufen, intensive Kaufgespraeche führen, also feilschen um den besten Preis, hier einen Kaffee und dort ein Bier zu uns nehmen und immer auf der Suche nach schoenen Fotomotiven. Dazu gehört natürlich auch unser Abschiedsfoto von unserer Gastfamilie: Homelands River Homestay - kann ich nur weiter empfehlen! Richtig nette Leute, freundlich, hilfsbereit, sauberes Zimmer mit 2 Betten, WC, Dusche über ca. 18 € inkl. Fruehstueck und Fahrradverleih.

Und am Abend dann der Kochkurs, 2 Std. mit 4 Gerichten. Die Kochlehrerin war gleichzeitig Entertainerin und hatte unsere Gruppe schnell im Griff. Kurze Vorstellungsrunde, Hände waschen mit Erfrischungstuch, Schürze umbinden, und los ging es. Einer musste aus dem Rezept vorlesen, welche Menge an welchen Zutaten gebraucht werden, jeder hatte sein Schneidebrettchen mit echt scharfem Messer und die schon vorbereiteten Zutaten wurden nach ihrem Vorbild zerkleinert. Dazu traellerte sie irgendwelche Lieder, die unsere niederlaendischen Kollegen sogar kannten und kräftig mitsangen, und schnitt das Gemüse mit einer aus den uns bekannten Kochsendungen Geschwindigkeit, die ich lieber mit Rücksicht auf die Finger nicht immitierte. Alles immer schon erklaert, noch einmal nachgefragt, ob wir auch an alles gedacht haben, und so ging es mit viel Spass und Gelächter weiter. Natürlich haben wir das Ganze auch gegessen - endlich mal wieder ein tolles leckeres Essen. So etwas hatten wir in den Restaurants bisher nicht bekommen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19.12. Phu Quoc

Donnerstag, 19.12.2013

Endlich dem Regen und der Kälte entkommen. Wir sind an das aeusserste südliche Ende von Vietnam geflogen. Hier scheint die Sonne bei fast 30° am Tage. Das haben wir uns verdient. Wir haben vor 2 Tagen gerade noch einen Bungalow buchen koennen, zumindest in unserer Preisklasse. Hier treffen sich ja gerade alle Weihnachtsfluechtlinge aus Europa, und es ist wesentlich voller, als wir es bisher erlebt haben. Ist aber auch eine schöne Ecke! Sind heute nachmittag angekommen und seitdem die ganze Zeit am Strand verbracht. Jetzt gibt es erst einmal einen Sonnenuntergang im Meer.

20.12. Phu Quoc

Freitag, 20.12.2013

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Wir sind gerade mal in die 2. Urlaubshalbzeit gestartet und haben schon so viel erlebt, dass jetzt erst einmal Erholung angesagt ist - oder wie es heutzutage heisst: chillen, d.h. hier, wir begeben uns nach ausgiebigem Schlafen so gegen 9.00 Uhr ca. 200 Meter an die Strandbar zum breakfast - meistens eine Art Baguette mit Butter und Marmelade - mit einem sehr leckeren Kaffee. Dieser vietnamesische Kaffee ist unglaublich lecker, dickflüssig und schokoladig. Ich geniesse ihn mit Milch, d.h. es ist unten im Glas gezuckert Kondensmilch, und darauf tropft dann langsam aus einem Aufsatz der Kaffee. Einfach lecker - so etwas habe ich noch nie getrunken. Damit muss ich dann wohl meine Kochgruppe verwoehnen, um mal wieder neue Akzente zu setzen. Vielleicht zum Abschluss der beim Kochkurs in Hoi An gelernten Koestlichkeiten.

Dann geht es endlich mal in die Sonne. Nicht zu glauben, wie bleich wir noch sind, nach diesem Aktivurlaub. Neben den aneinander grenzenden Resorts gibt es ab und zu noch ein paar Meter Sandstrand ohne Muell. Da machen wir uns breit bis geht nicht mehr. Ja, ich weisss, zuviel Sonne ist nicht gesund. Allzu lange ist es aber auch gar nicht in der Sonne auszuhalten. Was fuer ein Glueck, das da gerade nebenan schon wieder eine Strandbar lockt. Es ist nun Zeit fuer ein kühles Bier, eine hervorragende vietnamsischen Nudelsuppe bzw. fuer mich einen Obstsalat. Hin und wieder reden wir ueber Gott und die Welt, langsam schleicht sich die Müdigkeit an, und ab geht es zum Nickerchen in unseren Bungalow. Ein kleiner Schoenheitsschlaf - das brauch Mann in unserem Alter - und schon geht schon fast wieder die Sonne unter. Also schnell wieder in unsere Strandbar, wieder leckeren Kaffee, Bier, Andreas genehmigt sich leckere Fruehlingsroellchen, obwohl es ja Winter ist, und heute auch mal ein kleines Sportevent - Denksport: Schach. Es soll hier nicht weiter darueber berichtet werden, die Bilder sprechen fuer sich. Zur Erholung dann ein super Chickencurry, und so geht das dann so weiter, bis die Strandbar Time to say good by anstimmt, und ich voller Vorfreude auf das bloggen den Heimweg antrete. Ja, so oder ähnlich geht hier das chillen.

23.12. Phu Quoc

Montag, 23.12.2013

Schon wieder Geburtstag - wie die Zeit vergeht! Mit einem leichten Kopfschmerzen aufgewacht. Das kann nur vom letzten Cocktail am Vorabend kommen, der war schlecht. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck am Meer geht es aber wieder. Heute machen wir mal was ganz besonderes - chillen am Strand, die lieben Geburtstagsgruesse beantworten und endlich wieder etwas im Blog schreiben. Da werden ja echt Erwartungen geweckt. Schreibe ich einen Tag mal nichts, weil bei einem Strandurlaub ja auch eigentlich nicht viel passiert, schon gibt es Beschwerden. Sorry, werde mich bemuehen, regelmaessiger zu berichten. Die Wahrheit ist aber auch, dass es bei diesem Blog unendlich lange dauert, bis die Fotos hochgelegen sind. Zudem scheinen hier alle anderen Urlauber ebenfalls zur gleichen Zeit im Netz unterwegs zu sein. Was ist hier also gelaufen:

Gestern war wieder ein berichtensertes Highlight. Inseltour mit einem Motobike. Bis wir morgens so richtig in Fahrt kommen, dauert es schon eine Weile. Aber beim Verleih um die Ecke koennen wir noch ein Motobike mieten. Andreas, der Mutige, macht den Fahrer, und ich hinten drauf. Nach 500 Metern auf dem Highway der erste Stop, denn der Fahrer braucht die Sonnenbrille. Das Motobike geht aus- und nicht wieder an. Gut, dass auf der anderen Straßenseite eine Art Werkstatt ist. Ein freundlicher Vietnamese startet ohne Probleme das Teil. War wohl ein Kontakt wacklig. Bis zur Inselhauptstadt ist es nicht weit. Andreas fährt wahrhaft meisterlich durch das Gewimmel, durch schmale Gassen von ca. 1,5 Meter Breite, dafür aber mit Gegenverkehr. Ich lobe ihn ununterbrochen in der Hoffnung, dass eine positive Grundstimmung uns heile nach Hause bringe. Dorthin, wo wir eigentlich hin wollten, kommen wir nicht. Es ist eher eine Flucht- erst einmal raus aus dem Verkehr, und wir fahren die breitere Strasse immer weiter, leider ist es nicht die Kuestenstrasse. Wir sind auf der Strasse, die die gesamte Insel durchquert. Nach und nach gibt es kaum noch andere Verkehrsteilnehmer. Am Strassenrand eine Gruppe von anderen Motobikern mit einem Platten. Nach rund 30 Km haben wir die Insel fast durchquert, da macht sich unter mir ein  neuartiges Gefuehl und Geräusch breit. Sollte das ein...oh Scheisse, warum immer wir! Wir haben also auch einen Platten, der Schlauch ist schon unter dem Mantel hervorgetreten, und wir stehen in der Pampa, Mutterseelenallein. Erst mal eine rauchen und nachdenken, was zu tun ist. Mit den letzten Krümel eine Selbstgedrehte - auch das noch, das neue Päckchen Tabak nicht eingesteckt. Das wird ein guter Tag! Nach zwei einheimischen Motobikes, deren FahrerInnen auf unser Winken hin uns ein freundlichen Hello zuriefen, zurück winkten und vorbei fuhren, kam dann die Rettung durch ein junges Paar aus Berlin mit zwei Motobikes. Die nahmen uns bis in die nächste Ortschaft mit, und wir bedankten uns artig. Was auf der Karte als Ort eingetragen ist, stellt sich ueberwiegend als Aneinanderreihung von Wellblechhuetten entlang der Strasse dar. Wir gehen auf ein paar Leute zu, und versuchen zu erklaeren, welche Art Hilfe wir brauchen. Leider sprechen wir nicht vietnamesisch und die Leute nur weniger als bruchstueckhaft Englisch. Andreas zieht alle Register und spielt unsere Tragoedie noch einmal ab:"brumm brumm, Motobike" Er formt ein Rad in der Luft:"pffffft" - "No, no Motobike" ist die Antwort. Ein leichtes Gefuehl der Verzweiflung kommt auf. Dann kommt ein alter Mann hinzu, der zwar gar nicht erst versucht, mit uns zu sprechen, aber anscheinend verstanden hat, was wir brauchen. Er führt uns einige Meter weiter, und tatsächlich ist da eine Werkstatt. Freundlicher Empfang, mit Händen und Füßen erklaert, welche Aufgabe 3 Km entfernt zu lesen ist, diverse Werkzeuge in eine Plastiktüte eingepackt und mit Andreas hinten drauf mit seinem Motobike losgefahren. Ich warte ein paar Meter weiter im Schatten eines Strassenrestaurants bei einer Cola, kaufe in meiner Verzweiflung fuer 50 Cent ein Päckchen vietnamesische Filterzigaretten und verharren mit tuebseligen Gedanken. Da flüchten wir vor Kälte und Regen von Nord nach Zentralvietnam, dann in den Süden - und noch auch noch verloren in der Einsamkeit des nicht touristischen Nordens der Insel. Warum? Warum gerade wir? Nach einer halben Stunde Warten kommt Andreas mit unserem Motobike angefahren. Alles ist gut. Super hilfsbereite Leute, sofort geholfen fuer wenig Geld. Noch ein Erinnerungsfoto, und unsere Inseltour kann weitergehen.

 

Heiligabend am Tage

Dienstag, 24.12.2013

 

 

An alle Follower herzliche Gruesse und entspannte Feiertage. Love and Peace!

Meinen Geburtstag haben wir angemessen gestaltet mit Sonnenbaden und kulinarischem Abschluss in unserer Lieblingsstrandbar. Fuer heute ist wohl noch einmal das Selbe geplant, also eigentlich wie jeden Tag. Letzte Moeglichkeit, die eine oder andere Koerperstelle zu strapazieren, die noch nicht ganz unserem Wunschbild entspricht. Ich meine das natürlich nur bezogen auf den Braeunungsgrad unserer Haut. Wir wollen doch Zuhause auch etwas vorzeigen koennen. Ab morgen in aller Frühe ist das faule Strandleben wieder vorbei. Vor uns liegen 3 Tage im Mekongdelta mit hoffentlich vielen eindrucksvollen Fotos. Und hier noch ein paar Bilder von unserer Adventuretour ueber die Insel:

Can Tho - Im Mekongdelta

Donnerstag, 26.12.2013

Das Warten auf das Christkind haben wir ueberstanden, den Geburtstag angemessen gefeiert - vielen Dank fuer die lieben Glueckwuensche!

Aus dem Strandleben weitgehend unter Nicht- Asiaten in das normale vietnamesische Leben zurueckgekehrt, so kommt es mir jedenfalls vor, in unserer neuen Unterkunft im Mekongdelta. Morgens um 7.00 Uhr die Abreise von der Insel mit einer Art Schnellboot. Aus gutem Grunde verteilt das Personal zunächst Erfrischungstuecher, dann kleine Plastiktüte und Wasserflaschen. Die Fahrt zur vietnamesische Küste dauert fast 3 Stunden, und obwohl wirklich kein schlechtes Wetter ist, reitet das Boot auf den Wellen einen wilden Tanz, dem nicht jeder Magen gewappnet ist. An Land geht es in einer EM Kleinbus zu einem grossen Busbahnhof, dann ist erst einmal Warten angesagt. Die Fahrt nach Can Tho mit einem groesseren Bus dauert noch einmal 3 Stunden, doppelt so lange, wie vorher gesagt. Aber man muss hier ja nicht immer alles glauben, was diese Dinge angeht. Leider hatten wir diesmal mit dem neuen "Homestay" keinen Pickup- Service absprechen koennen. Wie nehmen den ersten der uns am Busbahnhof bedraengenden Menschen als Taxifahrer. Beim Fahren zeigen wir ihm die Zieladresse, er telefoniert laufend mit seiner "Taxizentrale", und uns kommt es so vor, als wisse er nicht wirklich, wo er uns hinbringen sollte. Unser neues Homestay liegt außerhalb des Zentrums, das wussten wir, und so ging es gemächlich aus der Stadt heraus. Hier mal gefragt, dort mal gefragt, ja ja, da geht's lang. Und dann standen wir vor dem Homestay, aber leider nicht das unseres. Der Fahrer deutete auf das Schild, auf dem ja auch tatsächlich Homestay stand, und wir versuchten ihm klarzumachen, das es auf das, was davor auf dem Schild steht, drauf ankomme. Also fragt der Fahrer beim heraus kommenden Besitzer nach, und wir erfahren, dass unser Homestay leider genau auf der anderen Seite des Flusses waere, 3 Km zurueck, ueber die Brücke und dann...Immerhin scheint es unser Homestay ja zu geben. Kurz bevor wir wieder auf dem Highway sind, halt der Fahrer an, und ruft unser Homestay an. Die Telefonnummer hatte er wohl vom anderen Homestay besorgt. Er spricht eine Worte seiner Sprache ins Handy, und reicht es Andreas, der von unserem gut Englisch sprechenden neuen Homestaybesitzer erfaehrt, er würde uns jetzt abholen. Kurz darauf hielten 2 Motobikes und hieften uns mit dem Gepaeck zwischen den Beinen auf ihr Moped. Wieder mal angekommen. Der erste Eindruck der Umgebung ist gewoehnungsbeduerftig. Das Haus bzw. die Anbauen liegen an einem kleinen Fluss oder Kanal, mit denen hier die ganze Landschaft durchzogen sind. Der Wasserstand ist niedrig, die Ufer sind schlammig, alles sieht so richtig dreckig und stickig aus. Jetzt sind wir wirklich unten in Vietnam angekommen, denken und sagen wir uns. Was da wohl auf uns zukommt? Der Homestaybesitzer lässt uns auf seiner schoenen Terrasse mit Flussblick sitzen, wir bekommen Bier zum Entspannen. Nach und nach laufen auch andere Gäste auf, die Vietnam nicht nur aus den Hotels in den Zentren, sondern "wie bei Muttern" kennen lernen wollen.

Mit dem Boot zum " floating market" und durch diverse Kanaele:

Can Tho - Tagestour durch das Mekongdelta

Freitag, 27.12.2013

Unser Homestay ist wirklich nett, mitten im prallen Leben. Man muss sich erst einmal daran gewoehnen, nach dem mondänen Strandleben. Direkt am Wasser, schmutzig braun, das Einzige, was sie hier nicht damit machen, ist es zu trinken. Ansonsten könnten wir so einiges vom Boot aus beobachten - Zähne putzen, Wäsche und sich selbst waschen, Salat waschen [hoffentlich nicht unseren), usw. Heute ging es in einer Tagestour mit Fahrern hinten auf den Motobikes rund 150 Km durch die Gegend. Kleine Straßen bzw. Wege, viele Eindruecke gewonnen. Immer wieder mal eine Kaffeepause, meine Bestellung von heißem Kaffee hat grosses Gelächter bei Bedienung und anderen Gästen ausgeloest. An einer Bootsstation zum Ueberqueren des Mekong meinte unser Guide, dass die vielen wartenden  Leute uns wohl fuer Alien hielten. Wir waren dort die einzigen Fremden. Viele interessante Dinge vom Guide ueber die Landschaft, Kultur usw. erfahren. Haben eine berühmte Pagodenbesuchen besichtigt, die mit allem was darin ist aus Lehm gebaut wurde, eine andere Pagode, die als einzige im Garten Fledermaeuse beherbergt sowie wie ein Grab eines Schweine mit 5 Hufen, welches dort seinerzeit abgeliefert worden war, weil es des Teufels war. Zum Lunch gab es dann einen leckeren Hot Pot, und was auf dem Foto wie ein leckerer Salatteller aussieht, kommt mit anderen leckeren Zutaten in eine vorzueglich vor uns kochende Bruehe.

Mit dem Bus nach Ho Chi Minh City

Samstag, 28.12.2013

Aus dem ruhigen Leben am Wasser in die Hoelle von Ho Chi Minh City. Letzte Station unserer Vietnamreise, die man sich schon nach den ersten Stunden sparen kann. Nach 3 Stunden Busfahrt sind wir in unserem Hotel angekommen, und haben sofort einen ersten Erkundungsgang unternommen. Laerm, Gestank, nichts Schönes fuers Auge - wir wussten es ja schon vorher. Hier erst einmal Schnappschüsse von unterwegs. Wir machen uns nach kleinem Nickerchen auf den Weg, und hoffen, doch irgendwo ein etwas ruhigeres Plätzchen zum Essen zu finden.

Ho Chi Minh City

Montag, 30.12.2013

Wir sind im falschen Distrikt abgestiegen. Beim gestrigen Stadtbummel haben wir festgestellt, dass es doch ein paar nette Ecken in dieser Stadt gibt. Distrikt 5 liegt direkt neben 1, hat kleinere Straßen und Gassen mit buntem, quirligen Leben, Backpackern, netten Restaurants usw. Der Lärm und Gestank ist hier nicht weniger, aber eher auf unserem Niveau. Wir haben in einer kleinen, versteckten Seitenstraße ein gutes Restaurant gefunden, dass ich durchaus empfehlen kann. Nettes Ambiente, schon gestaltete Speisekarte, freundliche und unaufdringliches Personal. Unser leckeres und preiswertes Essen war mal wieder viel zu viel, weil wir in unserer Gier, auch noch die letzten Spezialitäten auszuprobieren, gleich 4 Gerichte bestellten. Ich glaube, die Leute hier kennen solche bekloppten Touristen. Wie auch immer, die Rechnung erschien uns etwas zu hoch, und wir baten die Bedienung um eine Erklaerung. Sie holte die Speisekarte und eine Kollegin, und wir gingen die einzelnen Positionen durch. Die Auflösung kam promt. Die Kollegin hatte auf der Rechnung die Nummern der einzelnen Gerichte und die Preise geschrieben. Leider hatte sie beim Addieren die Nummern genommen. Wir haben alle herzlich gelacht, war ja nicht böse gemeint.

 

Vormittags waren wir im Kriegsmuseum, ein absolutes Muss, wenn man dieses Land bereist. Es hat mich sehr bewegt, wieder all diese schrecklichen Bilder zu sehen. Aber man muss schon hinschauen, um zu verstehen, was damals passiert ist, im amerikanischen Krieg in Vietnam.  Mehr als 3 Millionen Tote, ueberwiegend Zivilisten, Millionen Tonnen Gift ueber dem Land versprueht, was noch heute zu schrecklichen Missbildungen bei Neugeborenen fuehrt. Es sind Bilder des Grauens. Sie sprechen fuer sich, und die Ausstellung erspart sich die Anklage gegen diese Verbrechen. Es werden lediglich einzelne Personen hervor gehoben, die sich als besonders schlimme Täter hervorgetan hatten und z.B. das Massaker von My Lai zu verantworten haben. Ich finde diese Ausstellung überhaupt sehr gut konzipiert. Sie beginnt nicht, wie ich erwartet haette, mit den schrecklichen Bildern des Todes, sondern mit einer Danksagung an die internationale Solidaritaetsbewegung, viele Plakate und Bilder der damaligen Aktivitaeten. Es wird auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Geschehnisse geschaut. Auch die Bilder der US-amerikanischen Reporter haben ihren Platz. Ich bin froh, dass ich im Rahmen der damaligen Anti-Kriegsbewegung als Jugendlicher auch einen kleinen Teil zur Beendigung dieses Krieges beitragen durfte.

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By by Vietnam

Dienstag, 31.12.2013

Zurueck in Bangkok, mit den Gedanken aber noch in Vietnam. War eine gute Idee, dieses Land zu bereisen. Von den vielen Eindruecke und lustigen Erlebnissen koennen wir sicherlich noch lange zehren. Mich haben in erster Linie die Menschen beeindruckt, ihre ungezwungene Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Fast immer mit einem Lachen im Gesicht, auch wenn sie nichts an uns Touristen verkaufen konnten. Natürlich haben wir nur einen kleinen Ausschnitt von Land und Leuten mitbekommen, durch unsere Art zu reisen waren die Begegnungen und Eindruecke aber doch sehr vielfaeltig und unterschiedlich. Es gibt also noch viel mehr zu entdecken, mit etwas besserem Wetter, mit anderen Gegenden. Es spricht alles dafuer, noch einmal wieder zu kommen. Mit den letzten Bildern aus Ho Chi Minh City und einigen Gesichtern Vietnams von unseren Begegnungen ist nun das Ende meines Blogs erreicht. Ich wünsche ein gutes und erfolgreiches neues Jahr, bis bald!